Allianz aus Investoren: HTC und Partner wollen bis zu 10 Mrd. USD investieren

Dieses Thema im Forum "VR Branche & Business" wurde erstellt von Matthias, 29. Juni 2016.

  1. Schon erstaunlich, was da gerade abgeht. Ich bin gespannt, wie groß die Blase sein wird, die am Ende platzt und was übrig bleibt. Wohlgemerkt wird das Geld nicht zwingend investiert, es ist nur eine Absichtserklärung, dass das Kapital für entsprechend gute Ideen bereitgestellt wird. Gefördert werden auch Augmented- und Mixed-Reality-Projekte. Interessant: HTC steht nicht mit HTC, sondern explizit mit HTC Vive auf der Liste der Partner.

    Webseite: http://www.vrvca.com/

    Artikel: https://vrodo.de/htc-schmiedet-allianz-aus-investoren-10-mrd-us-dollar-kapital/
     
  2. Interessant für mich zu wissen wäre, wie hoch die Chancen für bspw. deutsche Unternehmen wirklich bei solchen VC Gebern aussehen.

    Weiß das einer?
     
  3. Kommt auf deine Idee an, realities.io haben auch VC-Gelder bekommen und sind aus Ger.
    Habe letztens mit jemanden geredet, der kannte eine Firma aus Ger im AR Bereich die von Apple gekauft wurde.

    Ist halt immer die Frage mit welcher Idee man ankommt, ob das Team stimmig ist und wie die Idee im Wettbewerb ist.
    Wenn vorher schon 100 pitchten mit VR Zombie-Shooter naja da muss man schon krass ich abheben.
    Aber ist man der erste der z.B. VR-Chat wie Skype hat der gut scheint.. hat man natürlich nochmal bessere Karten.
    Auch was Hardware angeht ist Deutschland in manchen Segmenten gut aufgestellt, siehe SMI mit ihrem Eyetracking-System.
    Also pauschal sagen als Team aus Ger sind Chancen nicht gut, kann man nicht.
     
  4. Das Unternehmen aus Deutschland kenne ich auch. ;) Das war Metaio und die waren in ihrem Bereich eigentlich schon ein Gobal Player zum Zeitpunkt der Akquisition.

    Das Ding ist weltweit ausgeschrieben, von daher sollten Unternehmen aus Deutschland die gleiche Chance haben wie alle anderen auch. Als Deutscher denkt und handelt man nur ein bisschen konservativer. Die Amis nehmen ja die Realität und erfinden dann 50 Prozent dazu, damit es nach mehr klingt als es ist. Das lockert dann die Geldbörsen bei den Entscheidern, die ja längst nicht immer den vollen Durchblick haben oder fachfremd sind.

    Achso: Es muss natürlich eine Plattform sein. ;)
     
  5. Ok mein Fehler. Ich habe die Frage falsch formuliert. Sich für solche Gelder zu bewerben und die Chancen darauf zu haben sind natürlich da. Dessen bin ich mir aufgrund genannter (und mir natürlich bekannter) VR Startups bewusst.

    Aber ich würde eben gerne mal wissen (und ich weiß darauf wirds keine Antwort geben) wie wahrscheinlich bspw. ein Founding ist, wenn NICHT die Bereitschaft besteht danach ins Valley zu ziehen.

    Vielleicht ändere ich meine Meinung mit der Zeit, aber alle die mich hier aus dem Forum etwas besser kennen wissen, dass es für mich aufgrund meiner Familie nicht in Frage kommt in nem Monat meine Sachen zu packen und komplett das Land zu wechseln. Ohnehin ist USA nicht unbedingt mein Traumland in dem ich dauerhaft leben möchte, aber das gehört hier nicht hin.

    Der Vorgang für mich wäre also:

    - Auf das VC bewerben
    - VC bekommen
    - In Deutschland wohnen und arbeiten
    - Hin und wieder mal in die Staaten fliegen zur Lagebesprechung

    Oder ich stelle mir Leute ein die den Wohnsitz in den Staaten übernehmen. Aber da habe ich keinen Plan wie das funktioniert.
     
  6. Ja wichtig ist eine auf dem Papier sehr extreme Wachstumschance, sprich durch einen späteren Exit (egal ob IPO, Sec. Buy-Out oder Trade Sale etc.) das eingesetzte Kapital zu vervielfachen.
    Als Investor stecke im rund max. 5% meines Portfolios in riskante Assetklassen, welche eine hohe Rendite bringen können.
    Die Jungs die den Fonds verwalten müssen diese liefern, also versuchen sie durch Streuung, Diversifizierung etc. der Start-Ups/Unternehmen ( jetzt bei einem VC/PE Fonds) eine hohe Rendite zu erzielen und damit andere Assetklassen outperformen.
    Wenn ich also bei einem Aktienfonds rund 6% Rendite erwarte, sollte man diese Rendite schon deutlich übertreffen mit dem VC/PE Fonds.
    Rendite ist natürlich immer im Verhältnis zum Markt (Betafaktor...) zu sehen.

    Um als Start-Up einem Fonds zu gefallen sollte man also folgendes bieten :
    - Sehr gute Idee ist Grundvoraussetzung
    - Solides gemischtes Team ebenso.

    - Sehr Hohes Wachstumspotential
    - Eine Nische/Segment welches im Fonds noch nicht so oft vertreten ist (Stichwort Streuung, Diversifikation, die RM wollen Klumpenrisiko im Fonds vermeiden ...)
    - Den Risikomanager glücklich machen, hier geht es bei simplen Dingen los wie Unternehmens-Standort nicht in einem Kriegsgebiet ;) ,
    bis hin zum operationellen Risiko.
    - Gute Begründung wofür das neue Kapital eingesetzt wird, hier sieht man es ungern wenn alles für Fixkosten drauf geht. Entwicklung, Marketing etc. wird eher bevorzugt.



    ist Einzelfall abhängig lässt sich pauschal sicherlich nicht beantworten.
    Kommt immer auf die Investoren an, wenn man argumentiert mit niedrigeren Fixkosten hier als im SV und zeigt das es der Unternehmung keinerlei Vorteile bietet vom SV aus zu operieren, dann werden die meisten Investoren das einsehen.


    SolKutTeR: Beiträge zusammengefügt
     
    #6 Max, 29. Juni 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Juni 2016
  7. Habe gerade noch ein paar Infos zur Resonanz auf Vive X im Artikel ergänzt: 1.200 Einreichungen aus mehr als 30 Ländern gingen bislang ein, ungefähr die Hälfte der Bewerbungen kamen aus China. Erste Ergebnisse im Oktober. Nächste Bewerberauswahl ab November, Förderstart ab Januar.
     
  8. Ich denke es wird nicht erwartet, dass man ins Valley geht - aber sehr wohl, dass man global denkt / plant.

    Matthias hat es gut beschrieben, was US-Startups von den deutschen unterscheidet. Das Faszinierende ist, dass diese Überflieger mit dem eingesammelten Geld die vorher dazu gesponnenen 50 Prozent ganz schnell wahr werden lassen und nochmal was drauflegen.

    Deswegen kann man Global Player aus D in schnell wachsenden Branchen trotz der hervorragenden Basis an gut ausgebildeten Mitarbeitern und effizienten Arbeitsweise oft mit der Lupe suchen.

    Hinzu kommt, dass viele fähige Leute hier lieber in Großunternehmen gehen anstatt die sich bei Startups ergebenden größeren Chancen durch höhere Risiken in Kauf zu nehmen - was nicht zuletzt daran liegt, dass das Scheitern in einem eigenen Unternehmen hier als gravierender Makel gesehen wird, während man in den USA damit sogar eher an Wert gewinnt (da man dabei viel gelernt haben dürfte).
     
    #8 Marcus, 1. Juli 2016
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2016
  9. Zum Beispiel, die, die bei Audi bleiben statt eines ihrer 3 VR Start-Up Konzepte in die Tat umzusetzen und es sich in 3 Jahren für 700 Mio. $ abkaufen zu lassen ? (sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen - ich kann mir aber vorstellen, wie quälend die Abwägung sein muß, ob man diesen Sprung wagt oder nicht wenn der jetzige Job schon in vielen Aspekten gerade traumhaft ist)
     
  10. Du bist ein weiser Mann mein Freund! Schaun wir mal, was die Zukunft bringt... :D

    Back to topic: Die 10 Mrd sind natürlich ne Hausnummer. Wer jetzt aber geschickt investiert, kann in dem Bereich meiner Meinung nach zukünftig enorme Gewinne erzielen. Insbesondere für strategische Investoren (wie z.B HTC), die den Erfolg ihrer Schützlinge direkt beeinflussen können, eine Riesen-Ergebnischance.

    Hab bis heute nicht verstanden, warum Facebook nach dem Oculus-Kauf nicht die nächste Milliarde in die besten 30 Startups gepumpt hat. Zum Zeitpunkt der Übernahme lief bei Oculus alles zusammen. Vielleicht gab es schlichtweg noch nicht genug geeignete Kandidaten.
     

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