Was mich stört, ist weniger die Bildqualität wie Rauschen oder so, sondern dass sich bei mir die Welten nie so perfekt ineinanderfügen wie in den Werbespots, wo alles so selbstverständlich aus einem Guss erscheint. In meinen Experiences jedoch fallen immer so unstimmige Grenzzonen zwischen den unmittelbaren realen Gegebenheiten und den ergänzenden Inhalten auf, was mich von der Sache her nicht weiter erstaunt. In den Trailern wird halt immer grosses utopisches Kino und keine technisch reproduzierbare 1:1 Erfahrung vorgeführt. Ich habe das wegen den Bemerkungen zu den Vorteilen der Quest 3 bei MR hier geschrieben. Haben solche Beiträge zum Thema MR einen eigenen Platz? Bei AR liegt der Schwerpunkt wohl eher anders!
John Carmack hat PC VR als klare Nische ohne ganz großes Potential gebrandmarkt, weshalb Mobile/Standalone VR definitiv der richtige Weg sei. Autsch. https://x.com/id_aa_carmack/status/1887535966421659731?s=61&t=EP4LQQuOBamL6yv9AaJ4qg (Ja, ich schäme mich, ich habe mein Twitter Account noch - muss den Umzug zu Bluesky endlich vorantreiben)
Naja ohne Meta und die versenkten Milliarden wäre mobiles VR auch nur ein Schatten seiner selbst. Ich habe weder X noch Bluesky (habe ich auch noch nichts von gehört). Muss ich mich jetzt auch schämen?
An der Stelle hätte ich gern einen Blick ins Paralleluniversum ohne Meta, wo PCVR ohne die radikale, selbst erkaufte Monopolstellung von Meta stehen würde. Es werden ja immer noch reine PCVR-Headsets entwickelt und verkauft. Ebenso wie Spiele. Nicht in großem Umfang, aber ganz tot ist's ja auch wieder nicht. Hat manchmal ein bisschen was von der uralten "PC-ist-tot"-Diskussion, als die Konsolen vermeintlich den PC als Gaming-Plattform ablösten, nur weil es erstmals ein paar gute Exklusivtitel dafür gab... Carmack hat einfach nur Meta-Aktien gekauft, der Schlingel.
Ja, ach ist alles geprägt von persönlichen Meinungen und Erfahrungen. VR wird definitiv nicht mehr verschwinden, weder PCVR noch Standalone. Es wird so schnell auch nicht explodieren oder Mainstream werden. Es gibt einfach Schwankungen, aber darunter gibts ne solide base line mit langsamen aber stetigem Aufwärtstendenz. So sehe ich das.
Ich denke, er liegt da nicht so falsch wie wir das gerne hätten. VR ist halt am Ende ein Nischentool so wie ein Lenkrad/Rig, HOTAS, eine 3D Brille am PC, usw.. Es gibt einige Kunden, die das machen und die Immersion dadurch erheblich erhöhen, aber der Aufwand ist der Masse der Kunden zu groß. Ich habe hier in meinem Zimmer all diese Sachen stehen: meint ihr, mein Sohn, der jeden Tag am PC zockt, hätte da häufiger als alle 6 Monate oder so mal mildes Interesse daran gezeigt, etwas in VR zu spielen? Nö, Pustekuchen. Wir sind und bleiben eine Nische im PC Gaming Markt. Das mag sich ändern, wenn die Geräte superleicht sind und MR bieten, du also fließend den Übergang zwischen virtueller Welt & Abschottung auf der einen Seite, und halb mit in der Realität auf der anderen Seite gestalten kannst. Vorher tut sich da wohl nicht so viel.
Zumindest ist Carmack in sein Aussagen Konsistent in älteren Videos (E3) redet er ja auch schon von Standalon Geräten und nicht prinzipiell von Pc-Vr das scheint für ihn schon immer die Idee gewesen zu sein.
Dazu kommt mMn immer noch eine Bekanntheitsproblem. Das Potenzial von VR ist deutlich höher, als die jetzige Verbreitung (derzeit nutzen 2..3% der Steam user regelmäßig VR). Erkennt man mMn gut an folgendem Gedankenexperiment: Man wähle 100 Gamer aus, die einen repräsentativen Querschnitt bilden (jung / alt / Gelegenheits- / hard core zocker usw.). Jetzt setzt man jedem von dem ein ordentliches Headset auf und zeigt, was VR so kann (natürlich ohne motion sickness Inhalte ). Jetzt die Frage: Würden von diesen 100 Leuten wirklich 97 schulterzuckend wieder nach Hause gehen nach dem Motto "pff, alles Müll, interessiert mich nicht". Niemals! Da würden deutlich mehr draus hervorgehen, die sich ab jetzt für VR interessieren und sich bestimmt auch ein Headset holen. Ich sage nicht, dass es 50% sind, aber niemals nur 2...3%. Daran erkennt man mMn das Bekanntheitsproblem. Und das ist auch logisch, weil man kann VR nicht kennen, ohne es erlebt zu haben. Dazu kommen noch die ganzen Vorurteile (VR is unbezahlbar, geht nur mit NASA Rechner, VR verträgt niemand, ...)