SpaceEngine - prozedural generiertes Universum - aktuell 200 Milliarden Sterne

Dieses Thema im Forum "VR Experiences & Apps" wurde erstellt von Christian, 16. Dezember 2014.

  1. Ich bin da auf etwas richtig interessantes gestoßen. Als Hobbyastronom und selbst Teleskop Besitzer habe ich schon immer extremes Interesse an möglichst guten Simulationen des Weltalls interesse gehabt.

    Lange Zeit habe ich das Thema aber nur stiefmütterlich behandelt/verfolgt. Bis irgendwann das Game "No Man's Sky" angekündigt wurde. Das Spiel setzt auf ein prozedural generiertes Universum. Das heißt jeder Planet, jeder Stern, jedes Sonnensystem und jede Galaxie wird anhand Mathematischer Gleichungen errechten und auf wenige Meter genau erstellt.

    Von der Planetenoberfläche über die Atmosphäre bis hin zur gemoetreischen Umlaufbahn im Sonnensystem wird alles anhand aktueller Forschungsdaten korrekt berechnet.

    Da "No Man's Sky" aber noch lange auf sich warten lässt und bist jetzt auch kein DK2 Support angekündigt ist habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht und bin fündig geworden.

    Hinter dem simplen Titel Space Engine des russischen Programmierers Vladimir Romanyuk verbirgt sich nix anderes als eine ABARTIG RIESIGE Simulation unserer Milchstraße (und darüber hinaus). Das ganze basiert dort wo es möglich ist auf echten Daten die vom Teleskop Hipparcos geliefert werden. Alle anderen fehlenden Daten werden anhand unserer bekannten Naturgesetze physikalisch korrekt (soweit möglich) berechnet. So kommt das Programm aktuell auf circa 200 Milliarden Sterne die alle bis auf wenige Meter genau auf die Oberfläche erkundet werden können.

    Je länger man das Programm benutzt um so kleiner kommt man sich als Individuum vor und so mehr verliert/oder gewinnt man ein Gefühl für Größe. Ich selbst hatte irgendwann einfach nur, es klingt kitschig aber es war so, eine Träne im Auge weil mir bewusst wurde, dass ich niemals zu meinen Lebzeiten (und ich bin junge 29 Jahre alt) auch nur Ansatzweise miterleben werde wie die Menscheit diesen riesigen Raum erkundet/erschließen wird.

    Atemberaubend.

    Warum ich das ganze hier poste ist ein kürzlicher Eintrag des Entwicklers im eigenen Forum, dass bald ein Oculus Rift Update erscheinen könnte, welches die Simulation auch im DK1/DK2 nutzbar macht. Zwar ist das Programm extrem Hardwarehungrig und läuft selbst auf potenten Rechnern nur schwer mit höheren FPS, aber wer weiß was der Entwickler für Einstellungen mit dem DK2 Support liefert.

    Ich empfehle jedem der auch nur Ansatzweise Interesse an dem Thema hat mal ein Blick in Space Engine. Das 10 Minütige Video liefert einen ersten Eindruck der größe und der noch einfachen Möglichkeiten.



    Hier der Wikipedia Eintrag mit weiteren Infos:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Space_Engine

    Und hier die Seite inkl. kostenlosem Download
    http://en.spaceengine.org/

    Gruß
    VGD
     
    #1 Christian, 16. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. April 2016
  2. hm, schonmal nach elite dangerous gesucht? :)
     
  3. Kostet 60 EUR und verfolgt einen anderen Ansatz.

    Space Engine bietet bewusst keine Möglichkeiten zur Interaktion. Es geht einfach nur um das absolut ruhige Erkunnden unserer Galaxie. Außerdem bist du bei Elite ständig an dein Schiff gebunden und soweit ich weiß können Planeten nicht auf wenige Meter erkundigt werden. Bei Space Engine kannst du dich auf Knopfdruck mit der 100000x Lichtgeschwindigkeit in der Galaxy frei bewegen und in wenigen Sekunden die gesamten Milchstraße verlassen oder wieder auf die Erde zoomen.

    Nur weil Elite und Space Engine beide den Weltraum als Thema nutzen, muss es nicht mit einem Satz das selbe sein ;) Manchmal lohnt es sich genauer hinzugucken als einfach nur schnell nen Satz zu posten.
     
  4. Sehr schönes Programm, freue mich schon auf den Port für die Oculus.
    Habe schon Titans of Space und Blue Marble sehr genossen, bin aber mal gespannt wie das ganze in der Rift aussieht :)
    @VGD Danke für den Tipp.
     
  5. noch nie gehört :LOL:

    Ja schon cool. Wobei Game sollte man es nicht nennen. Eher GoogleMaps für die großen Jungs. Ein Raumschiffchen wie z.B. bei SolarSystemExplorer müsste auf jeden Fall noch sein, möglichst realistische Daten (Größen, Materie, Entfernungen) wären schon wichtig und wenn, dann schlage ich die Zeit erst mit Riftsupport tot o_O
     
  6. Ich dachte beim ersten (flüchtigen) Blick, du meinst "Space EnginEERS" !

    Sieht auch sehr interessant aus, wie ich finde. Minecraft im Weltall. Würde ich glatt mal anspielen, wenn ich mal Zeit hätte, aber "der Besen", Hogwarts und der neue Prototyp lassen das im Moment nicht zu. Rift Möglichkeit AFAIK z.Zt. wohl nur über VorpX, aber vielleicht ist ja der ein oder andere trotzdem daran interessiert. Hier mal n link zu youtube. Ist das erste einer Reihe von "Let's play together" Videos in deutsch....

    https://www.youtube.com/watch?v=b59FKtpdHrY
     
  7. Ich bin immer wieder stolz, wenn sich "prominenter Besuch" hier meldet. ^^ Leider konnten wir beide am MeetUp nur kurz quatschen. Hätte gerne noch mehr mit dir über das geplante Besen-Upgrade gesprochen. Aber einem von uns ist irgendwie immer was dazwischen gekommen. Wird wohl langsam Zeit, dass man die ersten "MeetUp Wochenenden" ins Leben ruft. Die aktuellen 10 Stunden inkl. Exchange sind einfach zu schnell rum bei den ganzen geilen Leuten und deren Projekte.

    Space Engineers kenn ich auch vom hörensagen. Glaube das ist so ein Game in dem man sich wieder Stunden!!! verlieren kann und erst merkt wie lange man bereits abgetaucht ist, wenn sich die Blase oder die Verdauung meldet. Ein Glück das mir, wie dir, die Zeit dazu fehlt.
     
  8. Wo hast du denn die Falschinfo her? Ja, das Universum von No Man's Sky wird prozedural generiert, aber das allein hat rein gar nichts damit zu tun ob am Ende ein Universum entsteht, dass realistisch genau umgesetzt wird und unserem Universum entspricht. Und gerade bei No Man's Sky ist das absolut nicht der Fall. Planeten sind kleiner als gewöhnlich, stehen näher beieinander etc. Sprich die Größenverhältnisse in No Man's Sky sind nach Spielaspekt und nicht nach Realität festgelegt.

    Elite Dangerous setzt ebenso auf prozedural generierte Systeme, nur mit dem Unterschied, dass hier Größe und Entfernungen stimmen und Planeten, die wir bereits kennen, nach realen Daten erstellt sind (die sind also noch prozedural generiert sondern manuell nach Realdaten erstellt, so weit man Daten hat). Was dem Spiel einzig fehlt ist das man Planeten NOCH nicht betreten kann, das kommt aber noch!

    Space Engine selbst ist eine nette Software ja, kenne ich schon länger, so 100% perfekt ist sie aber auch nicht. ^^
     
  9. Balmung sorry... du hast absolut recht. Das No Man's Sky ein fiktives prozedural generiertes Universum bietet welches auf komfortables Gameplay ausgerichtet ist war mir bekannt. Ich habe wohl im Eifer nicht ganz auf meinen Satzbau geachtet.
     
  10. Kein Ding, wenn ich manchmal sehe was ich so zusammen geschrieben habe... ^^

    Was mich bei der Space Engine stört ist das die Planeten doch ziemlich einfach dargestellt werden, das müsste mehr so aussehen:



    Mal gespannt ob daraus jemals mehr als nur Videos wird. ;) Ist jedenfalls auch prozedural generiert.

    Und zu Elite Dangerous:



    Vor allem der zweite Teil ist interessant, wo er erklärt was er damit in Zukunft alles vor hat und betretbare Planeten kommen glaub direkt mit der ersten Erweiterung.
     
    #10 Balmung, 16. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. April 2016

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